Rainbowchor Buchberg-Rüdlingen

Rainbowchor Reisebericht

gereimt von Jürg Kaufmann, Tenor, 29. Juli 2025

Vor längerer Zeit unser Chorpräsident sprach:
Wir müssen doch mal reisen nach Schnaittenbach!
Ich war mit der Feuerwehr schon dort.
Das ist ein ganz besonderer Ort.

Kemnath am Buchberg, ein Ortsteil dieser Stadt,
der dieselbe Postleitzahl wie unser Buchberg hatt’
ist 1975 eine Partnerschaft eingegangen,
da haben intensive Kontakte angefangen.

Als beide Partner Feuerwehrkommandanten
für Schutz und Rettung dann ernannten
hatten die beiden den gleichen Vornamen:
Zwei Fredy (Weiss und Fehr) damit zusammen kamen.

Auch bei der Musik fand Übereinstimmun statt,
Indem jeder Partner einen Chor jetzt hat.
In Buchberg heisst er Rainbowchor
In Schnaittenbach kommen die Happy Voices vor.

2024 kamen die Happy Voices nach Buchberg zum Singen
das gemeinsame Konzert zu ‘20 Jahre Rainbowchor’ tat wohl gelingen.
Damit war für unseren Chor ganz klar,
dass ein Besuch in der Oberpfalz unvermeidlich war.

Am 25. Juli dieses Jahres war es dann so weit,
man war für eine interessante Reise bereit.
Als Chauffeur konnte man Andi Hansen rekrutieren
den wollten wir gerne mal ausprobieren.

Andi hat von Ernst die Transporte übernommen
Und ist mit einem modernen Bus gekommen.
Seine Frau Karin hat alles vorbereitet
und ihren Mann auf der Fahrt kompetent angeleitet.

So fuhren wir dann alle freudig los
Und fühlten uns dabei ganz famos.
Die erste Pause verlief trocken und gesittet,
in der zweiten aber wurden wir von starkem Regen verschüttet.

Nur Mutige wagten es auszusteigen
und ihre Verachtung für das lausige Wetter zu zeigen.
Die Zögerlichen blieben Im Bus und fanden’s nicht so toll,
weil niemand erklärte, wie es weitergehen soll.

Doch dann kam Schnaittenbach in Sicht
Bei sonnigem Wetter störte die Verspätung nicht.
Chorpräsident Stephan Bauer tat uns erwarten
mit Bürgermeister Marcus Eichenmüller im Kräutergarten.

Dieser Empfang war eine Wucht,
wie man’s bei uns vergebens sucht.
Eine gutgelaunte Schar kümmerte sich um unser Wohl
mit Gebäck und Getränken, mit und ohne Alkohol.

Jetzt gings zum Check-in ins Hotel Haas.
Die grossen Zimmer bereiteten Spass.
Das Frühstück und das Personal
lächelten uns an im Frühstücks-Saal.

Dann war Einsingen angesagt
Das hat ein wenig an unseren Nerven genagt.
Weil wir den Ort der Probe nicht kannten
Und daher wie verrückt durchs Städtchen rannten.

Das Einsingen hingegen ist gut gelungen.
Wir haben mit Freude die Lieder gesungen
Und wir ernteten viel Applaus
Von Happy Voices im Vitus-Haus.

Als nächstes fuhren wir mit unserem Bus,
begleitet von Stadtrat Nagler Markus
nach Kemnath am Buchberg, wo er uns zeigte
wo Kemnath am Buchberg sich Buchberg zuneigte.

In der Buchberghütte nahm der Abend sein Ende
Die Happy Voices ganz behende,
fuhren ein mit einem reichhaltigen Essen,
das werden wir so schnell nicht vergessen.

Schöne Reden wurden gehalten
durch die sympathischen Führungsgestalten,
Komplimente und Geschenke präsentiert
Und Freude herrschte ungeniert.

Einige verliessen diesen gemütlichen Platz
zu Fuss und marschierten zurück ohne Hatz,
andere warteten bis der Bus gewendet,
für den harten Kern hat’s am frühen Morgen geendet.

Mit einem stattlichen Frühstück begann der Tag,
der bei gutem Wetter vor uns lag.
Markus und Stephan führten durchs Gelände hin
und durch die einmalige Geschichte des Kaolin.Dieses interessante Material
wird ausgebeutet durch drei Firmen im Tal.

Fünf Kilometer lang und einen breit
wurde hier seit langer Zeit,
bis über 70 Meter tief ausgegraben.
So ist entstanden ein imposanter Graben.

Der Monte Kaolin wurde aufgeschichtet
und eine Skipiste eingerichtet.
Joachim und Werner packten die Gelegenheit
und glitten durch den Sand, leider nur für kurze Zeit.

Der Hunger wurde in einem Zelt gestillt.
Mit bayrischen Weisswürsten der Magen gefüllt.
Dann blieb noch etwas Zeit zum Spazieren
Bevor wir zurück zum Hotel fuhren.

Umgezogen ins offizielle Auftrittskleid
machten wir uns nun zum Konzert bereit.
Beide Chöre absolvierten das Einsingen.
Nichts stand mehr im Weg für’s Wohlgelingen.

Doch leider mussten wir erfahren,
dass die Happy Voices plötzlich ohne Dirigentin waren.
Andrea Eichenseer musste ihrer kranken Mutter schauen.
Das war traurig und schwer zu verdauen.

Es füllte sich nach und nach der Vortrags-Saal.
Der Besuch durch die Oberpfälzer war maximal.
Das Publikum war mitgerissen von beiden Chören
Und tat uns alle mit grossem Applaus beehren.

Nochmals waren wir zum Essen geladen.
Diesmal bot ein Caterer mit seinem Wagen,
mehrere leckere Speisen an.
Satt und zufrieden wurden Frau und Mann.

Doch das war noch nicht des Tages Ende
Plötzlich kam noch eine neue Wende.
Hansruedi zauberte seine Trompete hervor
Und s’Munotglöggli ertönte im Chor.

Noch lange wurde gequatscht und gesungen
Auch der zweite Abend hier war wohl gelungen
Einige Sänger gingen früher hei,
andere aber erst morgens um zwei.

Noch ein weiteres feines Frühstück blieb
und dann der Abschied, herzlich und lieb.
Dann fuhren wir wieder der Heimat entgegen
Mal durch Sonne, mal durch starken Regen.

Über Ulm führte uns sicher der Andi
und er lieferte die ganze Bandi
bei einem letzten Regenguss in Buchberg ein.
Und alle gingen schnell, aber glücklich, heim.

Mit diesen Zeilen möchte ich Danke sagen,
allen die zu diesem Super-Erlebnis beigetragen.
Wir werden uns immer an diese Reise erinnern,
die wir genossen haben mit allen Sinnen.